Eine Reise in die Wüste

geschrieben am22.09.2014

Wie der Titel dieses Artikels schon preisgibt, führte es uns diesen Sommer in die Wüste. Wir wissen ja alle wie die Wüste aussieht und was es dort alles gibt. Besser gesagt, was es dort nicht gibt. Warum wir in die Wüste gereist sind? Weil es dort einen Ort namens Dakhla gibt, der angeblich phänomenale Windbedingungen aufweist und somit perfekt fürs Kitesurfen ist. Ob es tatsächlich so phänomenal ist wie alle schreiben, wollten wir selber rausfinden. Wir waren wirklich schon gespannt auf das was uns erwartete. Sanddünen, Schlangen, vielleicht sogar Skorpione?! Wie würde das Bungalow aussehen welches wir gebucht hatten? Klar, im Internet sieht immer alles gut aus. Aber wie es in Wahrheit aussieht, weiß man ja bekanntlich nie. Eins stand fest- wir reisten in die Wüste, um genau zu sein in die Westsahara in Marokko, um zwei Wochen lang in einem Kite Camp an unseren Kiteskills zu arbeiten. Die Anreise brachte eine Übernachtung in dem Flughafenhotel Casablanca mit sich. Alles halb so wild. Hauptsache es gab was zum essen. Essen gab es Gott sei Dank und zwar richtig Marokkanisch. Nach einer halben Stunde in der Schlange gab es Couscous mit Hühnerfleisch, Kraut, und ein zwei weitere Dinge die es bei uns im Wirtshaus definitiv nicht gibt. Dann ging endlich der Weiterflug in die Wüstenstadt Dakhla. Nachdem wir von einem Camp Mitarbeiter abgeholt worden sind, führte  er uns auf einer rustikalen Landstraße ins Wüsten Camp. Das Bungalow zeigte sich als simpel aber sehr sauber. Dusche, WC und Bett. Dann noch große Fenster mit Blick auf die Lagune. Mehr braucht man ja eigentlich eh nicht. Am nächsten Morgen wurden wir von der intensiven Sonne geweckt. Der Blick auf die Lagune während dem Sonnenaufgang hatte es in sich. Nach dem Frühstück, was hauptsächlich aus Weißbrot, Marmelade und Eiern bestand, gings dann endlich ans Kiten. Selbst in den ersten Stunden wurde uns klar- dieser Ort ist wirklich phänomenal. Die Lagune besteht aus vier Kitespots: der Bereich der Dakhla Camps, der Speed Spot, Duna Blanca und PK25. Der Bereich vor unserem Camp bestand aus einem Stehrevier, mit wenig Leuten und einen Blick auf das außergewöhnliche Wüsten Panaroma. Die Bedingungen sind nicht nur für Freerider und Freestyler ein Traum, sondern auch für Anfänger sowie leicht Fortgeschrittene, die ihre Skills verbessern wollen. Wer braucht schon Palmen, Hotel Resorts und all den Schnick Schnack. Hier hatten wir unsere Kites, das Meer, den Wind, die Sonne, den Strand und einige andere Camp Besucher die genau aufs selbe aus waren. Der Wind war stetig konstant, mit einem Durchschnitt von 20 Knoten. Die Tage vergingen so unglaublich schnell und der „Dakhla Rhythmus“ war sofort drin- 8 Uhr aufstehen, ausgiebig frühstücken, ab aufs Wasser, Mittagessen, wieder aufs Wasser und Abendessen. Dann noch ein Marokkanisches Bier oder ein Mojito an der kleinen aber feinen Bar und danach zufrieden ins Bett fallen. Zwischendurch gab es aber natürlich auch noch Zeit um zu verdauen, die Sonne zu genießen, lesen und einen guten Marokkanischen Kaffee zu trinken. Während der zwei Wochen lernten wir auch unglaublich nette Leute aus der ganzen Welt kennen. Alle waren hier um mal abzuschalten und dem stressigen, überlaufenen Alltag voller Arbeit, Computer und Menschen, zu entkommen. So kamen auch witzige Gespräche zu Stande, sei es nun über die ein oder andere Salzwasserspülung beim Kiten oder über das hervorragende Marokkanische Essen was uns jeden Tag  serviert wurde. So schön es auch war, so schnell waren die zwei Wochen schon wieder vorbei. Das Resümee der zwei Wochen: perfekter Wind, traumhaftes Wetter, gutes Essen, nette Leute und eine Wohltat für die Seele.

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